Du bist das Eigentum Gottes

Wie können wir denken, dass wir das Eigentum unserer Eltern sind? Oder sogar das Eigtum unserer selbst? Nein, weder unsere Eltern noch wir selbst sind in der Lage Leben zu er-zeugen. Gott hat uns die Fähigkeit geschenkt, Leben weiter zu geben; aber das macht uns nicht zu Schöpfern, die in der Lagen wären Leben zu machen. Das können wir nicht. sondern das kann nur Gott allein.

Wenn Gott aber der Geber meines Lebens ist, wem gehöre ich dann in Wahrheit? Etwa mir selbst, als sei ich selbst der Geber meines Lebens? Oder etwa meinen Eltern? Nein, Gott ist der Geber meines Lebens, darum gehöre ich nur Ihm allein!

Was heißt das eigentlich: „glauben an Gott“?

Grundsätzlich lässt sich sagen, zu glauben bedeutet zu vertrauen, auf jemanden zählen, oder fest hoffen – wie wir sagen. Von etwas felsenfest überzeugt sein.  Es ist aber mehr als einfach nur von der Existenz Gottes überzeugt zu sein. Zu glauben, dass es einen Gott gibt, der mehr oder weniger in das vergangene, aktuelle oder zukünftige Geschehen dieser Welt eingreift. Zu glauben bedeutet nicht nur, glauben an Gott, sondern: Gott glauben! „Ja Gott, ich glaube nicht nur an Dich, ich glaube Dir!“.

Doch selbst das ist m.E. noch zu kurz gegriffen. An Gott zu glauben und Gott zu glauben bekommt seinen eigentlichen Ausdruck, erst in der totalen Hingabe, Selbsthingabe an Gott. An Seinen heiligen Willen und Seine barmherzige Vaterliebe. Ihn wirklich zu suchen, sich zu erkennen… Sich von Ihm berühren und heilen zu lassen. Der hl. Apostel Paulus spricht sogar davon, sich mit Christus kreuzigen zu lassen.

Wie weit ist mein Glaube ausgeprägt? Glaube ich an Gott? Glaube ich Gott? Gebe ich mich Ihm hin? Falls ja, inwiefern? Oder lasse ich mich mit Christus kreuzigen…?

Wahrer Christ

Was bedeutet es eigentlich wirklich: Christ zu sein? Es bedeutet den anzuschauen, der uns vorangeht: Christus. Doch nicht einfach nur, um sich an Ihm satt zu sehen. Wenn auch dies sehr lobenswert und in allen Stücken sehr nützlich ist. Christ zu sein, bedeutet Christus anzuschauen, um Ihn nämlich nachzuahmen. Da wir aber nichts vermögen, wie können wir Ihn dann nachahmen? In der demütigen Annahme des Leids und der Leiden, die uns widerfahren. Er ist das Lamm Gottes; also ein Schaff, das sich hat hinschlachten lassen für das Leben Seiner Herde. So ist also jener ein wahrer Christ, der wie „das Leittier“, Leiden und Leid annimmt und sich hinschlachten lässt, in Demut, Frieden und Ruhe.

Annahme der Rettung

Gott kann uns retten, wenn wir erkennen, dass wir der Rettung bedürfen. Er kann heilen, wenn wir unser Ungemach erkennen und gewahr werden unserer Schuld, Sünde und Last. Wenn wir dann zu Ihm rufen, wenn wir dann aufrichtig zu Ihm rufen, dann kann Er uns erlösen. Dann erst ist Er wirklich unser Retter, Heiler und Erlöser. Denn aus welcher Dunkelheit soll Gott uns führen, wenn wir doch (vermeintlich) im Licht sind? Von welcher Schuld und Sünden waschen, wenn wir (vermeintlich) keine haben? Von welcher Last befreien, wenn wir (vermeintlich) keine tragen? Aus welcher Gefangenschaft befreien, wenn wir (vermeintlich) frei sind? So spricht der Herr: „die Gesunden brauchen keinen Arzt“.

Unsere Illusionen sind Windhauch

In Wahrheit ist es Gott, der uns von allen Illusionen befreifen will. Zum Beispiel wenn wir meinen, wir könnten irgendetwas in dieser Welt festhalten und „unser eigen“ nennen. Es fällt uns sehr, sehr schwer unsere Illusionen loszulassen. Wir klammern uns daran fest und wollen es nicht wahr haben, dass es nur ein Schein ist und dass wir in Wahrheit einen Windhauch festhalten wollen.

Sehnsucht des Menschen

Die Sehnsucht des Menschen ist die wahre Liebe, wirklich geliebt zu sein und wirklich zu lieben. Diese wahre Liebe aber ist: bedingungslose Hingabe des liebenden an den geliebten.

Wir werden so oft enttäuscht, da weder wir selbst, noch die Menschen die um uns sind, so lieben können. So lieben kann nur Gott, wer in Gott ist und in wem Gott ist: Johannes 14,10-11

Die Welt suggeriert uns in vielen schönen Bildern von schönen Menschen (zumeist Frauen), sie habe uns eine solche Liebe anzubieten und wolle uns diese auch geben. Doch dies ist ein Trug und absichtlicher Betrug! Denn die Kinder dieser Welt sind Kinder des Teufels, darum tun sie die Werke ihres Vaters. Dieser aber ist Lügner und Mörder von Anfang an: Johannes 8,44

Gott erkennen

Der Mensch „hängt“ an dieser Welt und an allem was sie dem Menschen bietet, nur aus einem einzigen Grund: weil er Gott nicht erkannt hat. Weil er nicht weiß wer und wie Gott ist.

Darum liegt das vollkommene Glück in der Erkenntnis Gottes in Christus Jesus, Gottes eingeborenem Sohn. Wer Ihn, Christus erkannt hat, bedarf weiter nichts.