Gebet

Je weniger der Mensch betet, desto weniger erkennt er die Notwenigkeit des Gebetes.  Und desto stärker entsteht in ihm der Eindruck, das Gebet sei vollkommen überflüssig, bis hin zur inneren Haltung gegenüber dem  Gebt, die geprägt ist vom Hohn und sogar Hass. Ebenso verhält es sich umgekehrt. Je mehr, intensiver und inniger sich der Mensch an Gott im aufrichtigen Gebet wendet, desto mehr erkennt er seine eigenen Schwächen und die unbedingte Notwendigkeit des Gebetes

Selbsterlösung

Die Unmöglichkeit der Selbsterlösung wird erst dem Menschen wirklich bewusst, A: der es überhaupt erst einmal bemerkt, begreift und versteht, dass er einer Erlösung bedarf und B: der dann versucht, auf welchem Wege auch immer, erlöst zu werden.

Erst dieser Mensch begreift, dass nichts „funktioniert“, was er auch tut (Joh 15,5) und dass der Mensch wirklich jemanden braucht, der unendlich viel stärker ist als er selbst: nämlich Gott.

Gott aber hat es getan und tut es immer noch, durch Seinen Sohn: Jesus Christus. Der bis heute immer noch tätig ist (Mt 28,20)

Gefühle und Emotionen

Gefühle und Emotionen sind wie Spreu, die der Wind verweht. Sie sind unstet und bleiben nicht. Denn heute sind sie so, morgen ganz anders. Heute ist etwas gut, morgen ist es schlecht. Eines Tages wirst du von den Menschen gelobt, am anderen gehasst. Gefühle und Emotionen kommen und gehen. In ihnen ist kein Bestand!

Auch die Liebe hat nichts, aber auch gar nichts mit Gefühle und Emotionen zu tun. Höchstens die Verliebtheit, sie ist aber rein menschlich, und hat mit dem Göttlichen Licht, in dem die Liebe wohnt, und welches selbst die Liebe ist, nicht viel gemeinsam. Liebe ist Selbsthingabe an den Geliebten. Wie Christus am Kreuz. Wer will Jesus nach Seinen Gefühle und Emotionen fragen, inwiefern diese damit übereinstimmten, was viele von uns für die Liebe halten. Und doch hat Er geliebt und nicht wir, wenn wir Gefühle und Emotionen für „Liebe“ halten.

Was wirklich Halt hat, ist der Glaube an Gott. An den wahren und lebendigen Gott: Mt 7,24-27 Der Glaube ist es und Beharrlichkeit, sowie Treue bis zum Tod und sogar darüber hinaus, in Ewigkeit.

Er aber, der den wahren und lebendigen Glauben schenkt: Jesus Christus sei gelobt, Amen! Ja, Amen! Joh 6,63

Auf das Herz hören

Immer wieder höre ich: „höre auf dein Herz“. Was sagt Gott dazu, der Mensch geworden ist, und Jesus Christus heißt? Jesus sagt: „Was aus dem Mund herauskommt, das kommt aus dem Herzen, und das macht den Menschen unrein. Denn aus dem Herzen kommen böse Gedanken, Mord, Ehebruch, Unzucht, Diebstahl, falsches Zeugnis, Lästerung. Das sind die Dinge, die den Menschen unrein machen“

Wie können wir also sagen „höre auf dein Herz“, wenn es doch gerade das Herzaus ist, aus dem all das Böse hervorgeht, das in der Welt geschieht?! Das Herz ist die Quelle unserer Gedanken. Sind alle Gedanken aller Menschen, immer nur gut? Wie können wir also sagen „höre auf dein Herz“?

Vor Anker gehen

Wir können Gott nicht festhalten nach menschlicher Art. Wir können bei Ihm auch nicht, gleichsam vor Anker gehen. Unseren inneren Blick jedoch, auf die himmlische Heimat gerichtet, können wir anheften mit dem Anker der Hoffnung, des Glaubens und der Liebe.  Verlieren wir den Glauben, die Hoffnung und die Liebe, verliert unsere Seele ihren Halt und wird anders wo einen Ersatz suchen. Der Teufel weiß sich dessen übrigens, gut zu bedienen. Süchte, Depressionen, Streit, Ängste, andere psychische Erkrankungen, sowie Erkrankungen des Charakters, der Persönlichkeit und des menschlichen Wesens, stellen sich ein. Familien zerbrechen, Gesellschaften richten sich zugrunde, doch bemerken sie es nicht, bis es zu spät ist.

Darum müssen wir den Leib töten, damit der Geist lebt: Mt26,41; Joh 6,63 und beten damit der Glaube nicht erstirbt: Joh 6,29; diverse Bibelstellen…

Erkenntnis Gottes

Der Weltraum ist endlich, Gott ist unendlich. Manch ein Mensch mag denken, er würde Gott schon erkennen, ja schon erkannt haben. Nun, wenn der Mensch noch nicht einmal in der Lage ist, den Weltraum zu erforschen, oder das Gaheirn zu verstehen, obwohl doch beides endlich ist, wie kann er dann meinen, Gott begreifen zu können, der doch unendilch ist!