Gebet

Je weniger der Mensch betet, desto weniger erkennt er die Notwenigkeit des Gebetes.  Und desto stärker entsteht in ihm der Eindruck, das Gebet sei vollkommen überflüssig, bis hin zur inneren Haltung gegenüber dem  Gebt, die geprägt ist vom Hohn und sogar Hass. Ebenso verhält es sich umgekehrt. Je mehr, intensiver und inniger sich der Mensch an Gott im aufrichtigen Gebet wendet, desto mehr erkennt er seine eigenen Schwächen und die unbedingte Notwendigkeit des Gebetes

Selbsterlösung

Die Unmöglichkeit der Selbsterlösung wird erst dem Menschen wirklich bewusst, A: der es überhaupt erst einmal bemerkt, begreift und versteht, dass er einer Erlösung bedarf und B: der dann versucht, auf welchem Wege auch immer, erlöst zu werden.

Erst dieser Mensch begreift, dass nichts „funktioniert“, was er auch tut (Joh 15,5) und dass der Mensch wirklich jemanden braucht, der unendlich viel stärker ist als er selbst: nämlich Gott.

Gott aber hat es getan und tut es immer noch, durch Seinen Sohn: Jesus Christus. Der bis heute immer noch tätig ist (Mt 28,20)

Erkenntnis Gottes

Der Weltraum ist endlich, Gott ist unendlich. Manch ein Mensch mag denken, er würde Gott schon erkennen, ja schon erkannt haben. Nun, wenn der Mensch noch nicht einmal in der Lage ist, den Weltraum zu erforschen, oder das Gaheirn zu verstehen, obwohl doch beides endlich ist, wie kann er dann meinen, Gott begreifen zu können, der doch unendilch ist!

Tanz der Seele

Die körperliche Verfassung, Sprache und Bewegung, sind lediglich ein Ausdruck des unsichtbaren, dem Körper innewohnenden Geistes. Dazu zählen Tanz, Gesang, Gesichtsausdruck, ja sogar Kleidung, oder Tonlage, Lautstärke und Geschwindigkeit beim Reden. Sowie viele andere äußere Anzeichen mehr. Hierzu könnten noch gezählt werden Interessen, Vorlieben, allgemeines und spezielles Verhalten in Bezug auf Bestimmte Tätigkeiten in Freizeit und/oder Beruf. In all dem und noch mehr, kommt immer zum Ausdruck und offenbart sich der Geist, der im Menschen wohnt. Der Tanz seiner unsichtbaren Seele.

So ist der Körper in diesem Kontext, der sichtbare Ausdruck eines unsichtbaren Vorgangs oder Zustands. Siehe einen Menschen an, bei Freude oder beim Gesang, in  Ruhe und Frieden, oder auch Wut und (geistiger) Krankheit.

Guter Ehemann, gute Ehefrau

Eine wirklich gute Ehefrau Frau und ein wirklich guter Ehemann, sind eine reine Gabe, Gnade und Geschenk Gottes. Nicht jeder erweist sich dieser Gnade würdig.

Aber so schlecht und böse die Frau, oder der Mann auch ist, es ist eben genau der richtige Mensch, den Gott uns gleichsam in den Weg gestellt hat. Warum, das werden wir einmal erfahren und erkennen, dass es gut war… 1 Mo 1,31

Wort Gottes nicht vernichten!

Manche Menschen lesen die Heilige Schrift und fangen dabei an zu sagen, welche Stelle heute uminterpretiert werden muss. Sie sprechen dieser Stelle ihre Gültigkeit ab. Mit anderen Worten, sie zerreißen sie, machen sie ungültig. Wenn sie’s nun mit dieser einen Stelle getan haben, wieso sollten sie es nicht mit einer anderen Stelle tun dürfen? Wenn es aber dort ebenso möglich sein muss, so wie es an der ersten Stelle war, wieso dann nicht mit einer dritten Stelle? So könnte man nun fortfahren, bis nichts mehr übrig bleibt.

Die Quintessenz ist also, wer eine einzige Stelle aus der Heiligen Schrift verwirft, ganz egal warum, der verwirft die ganze Heilige Schrift! Dies hat aber nichts mit dem wörtlichen Verstehen zu tun, denn die Heilige Schrift spricht oft in Bildern und Allegorien. Und vieles ist verborgen Mk 4,12 Es geht vielmehr darum, dass zum Beispiel die hl. Kommunion an geschiedene wiederverheiratete ausgeteilt wird, obwohl sie ganz offenkundig in einer Todsünde leben und verharren und diesem Umstand auch nicht ändern wollen. Dies ist nicht der Wille Gottes! Mt 19,9

 

 

Heilige Kommunion

Wenn wir den Herrn würdig empfangen (das bedeutet nach einer Beichte und ohne einer schweren Sünde oder einer Todsünde), so schenkt uns der Herr Sein Herz. Damit aber sich ganz und gar! Denn wenn Er uns dieses „Stück“ Seiner selbst schenkt, wird Er uns eine anderes etwa verweigern? Etwa als wollte Er sagen: mein Herz gebe ich Dir zu essen, ein Stückchen davon. Aber ein anderes Stückchen geben ich dir nicht. Es leuchtet ein, dass das Nonsens ist. Gibt der Herr uns aber dieses „Stückchen“ Seiner selbst, so doch in eben genau derselben Weise ein anders „Stückchen“. Gibt Er uns aber das andere, dann auch das nächste! Nun stellt sich also die Frage: welches wird Er uns dann also verweigern?

Keines! Das bedeutet schließlich, dass wenn wir nun ein kleines „Stückchen“ von Ihm bei der hl. Kommunion würdig empfangen, so empfangen wir den ganzen Herren! Nichts verweigert Er uns! Er schenkt sich uns restlos, vorbehaltlos, bedingungslos.

Als Maria Jesus acht Tage nach Seiner Geburt im Tempel darbrachte, war es das wertvollste, das teuerste was sie hatte. Sie hatte nichts anderes, das Ihr so wert und teuer gewesen wäre. Freilich nahm sie den Herrn anschließend mit nach Hause. Doch das Opfer galt vor Gott! Wenn der Herr sich uns nämlich so unbegrenzt schenkt und ja verschenkt, was bringen wir Ihm als Opfer dar? Tun wir es wie Maria, indem wir nachdenken was für uns das aller teuerste und das werteste ist, um es dann dem Herrn aufzuopfern?