Aufforderung zur Wachsamkeit

„Was ich aber euch sagedas sage ich allenSeid wachsam!“ Mk 13,37

Was bedeutet es „seid wachsam“? Stellen wir uns einen schlafenden Menschen vor, der einen Traum hat. Entsprechen die Bilder, die er in diesem Traum sieht, der ihn umgebenden Wirklichkeit oder nicht? Wir wissen: es ist nicht die Wirklichkeit, die ihn und uns umgibt. Es sind Traumbilder. So sieht also ein schlafender Mensch nicht die Wirklichkeit so wie sie wirklich ist, sondern so wie er sie sich gleichsam „erträumt“.

Es stellt sich die Frage: wer sieht die Wirklichkeit so wie sie wirklich ist? Absolut klar und vollkommen unbeirrt. Nur Gott tut es! Wie ist es aber mit mir, wie sehe ich die mich umgebende Wirklichkeit (inklusive Selbsterkenntnis).  Etwa ebenso wie Gott, absolut klar und vollkommen unbeirrt? Wenn das so wäre, dann bin ich ja wie Gott! Wer das glaubt, der braucht wirklich nicht weiter zu lesen, sondern soll schnellstens antworten und alle belehren, denn er ist es wert!  Wenn ich aber anerkenne, dass ich nicht Gott bin, und dass meine Wahrnehmung der Wirklichkeit, meines Verhaltens, meiner Gefühle und Emotionen, Gedanken, Worte und Werke, meiner Vergangenheit und Gegenwart (und evt. der daraus folgenden Zukunft) nicht absolut klar und nicht vollkommen unbeirrt ist, dann darf und sollte ich bei Aufruf Jesu hellhörig werden: „Was ich aber euch sagedas sage ich allenSeid wachsam!“.  Das heißt betrügt euch nicht selbst und lasst euch nicht betrügen, denn die List der bösen Menschen (in Medien, Kultur und Politik) ist sehr undurchdringlich. 1 Petr 5,8  Lernt die Wahrheit zu erkennen, über Gott, euch selbst und die Welt – und diese Wahrheit wird euch wirklich frei machen Joh 8,31+32  Joh 8,36

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